5 Gründe, warum Teilen nicht nur gut für die Seele ist

Schon Omi wusste, dass es gut ist.

Es ist nicht immer einfach dem Drang zu widerstehen, einfach etwas zu kaufen, wenn man es nutzen möchte. Die Gesellschaft hat uns zu konsumwütigen Monstern erzogen. Haben, haben, haben. Viele erfahren ein Gefühl des Glücks, wenn sie sich im Elektromarkt die neuste technische Errungenschaft aus dem Regal pflücken, nur um die Ersten zu sein, die das Gerät besitzen und testen können, um dann mal wieder zu erfahren, dass es eigentlich noch gar nicht ausgereift ist und vier Monate später sowieso durch ein weiterentwickeltes Produkt ersetzt wird. Ein anderes Beispiel sind diejenigen, die über einen Internetversandhändler fünf neue BluRays ordern – weil die fünfte gratis war – dann sehnlichst auf das Klingeln des Paketboten warten, nur um die BluRays dann einmal anzuschauen und danach im Eck des Zimmers verstauben zu lassen. Warum also nicht mal den Versuch unternehmen und umdenken? Eigentlich kann man sich die meisten Produkte, die man nur kurzzeitig nutzen möchte, von Anderen relativ einfach ausleihen, gerade wenn man eigentlich schon im Vorfeld weiß, dass man diese Produkte nur einmal verwendet. Und was bringt mir solch ein Umdenken? Hier 5 Gründe, warum Teilen nicht nur für die Seele gut ist.

1. Teilen ist gut für den Geldbeutel.

Schon mal überlegt den Koffer für den nächsten Kurzurlaub auszuleihen? Ein guter Koffer kostet im Schnitt 120€ und wird von den meisten vermutlich nur 1-2 mal im Jahr benutzt. Warum sollte ich diese 120€ nicht besser investieren und mir den Koffer nicht von jemandem ausleihen?

2. Teilen spart Platz.

Bleiben wir doch direkt beim Koffer. Was mit ihm auch immer einhergeht, ist der Platz den so ein Koffer braucht. Wohin mit dem sperrigen Ding? Auf den Schrank passt er nicht, da er zu breit ist und im Kellerabteil ist es zu feucht, da freut sich dann die Lunge über den Schimmel, der sich nach einem halben Jahr im Koffer eingenistet hat.

3. Teilen spart Ressourcen.

Jeder Gegenstand der nicht gekauft wird, ist ein Gegenstand der effektiv nicht hergestellt werden muss. Das schont wertvolle Ressourcen, zum einen die, die für das Produkt an sich verwendet werden müssen und zum anderen aber auch die Ressourcen, wie z.B. Energie, die für die Produktion des Produkts anfallen.

4. Teilen produziert weniger Müll.

Durch das effektivere Nutzen von Gegenständen wird außerdem weniger Müll produziert. Bedenkt man z.B. sämtliche Verpackungsmaterialien, in die heutzutage ein Produkt eingepackt wird, Karton außen, Styropor innen als Puffer, Plastikfolie um das Produkt, Plastikschutzfolie auf dem Produkt gegen Kratzer, etc. Aber auch das Produkt selber, das früher oder später zu Müll werden wird, wenn mal wieder ausmistet und viele noch funktionsfähige Gegenstände in den Rest- oder auf den Sperrmüll wandern.

5. Teilen ist gut für die Beziehung zu deinen Mitmenschen.

Durch das Austauschen von Gegenständen, generierst du neue Beziehung zu Mitmenschen oder hältst vorhandene aufrecht, da ein erfolgreiches Leihgeschäft, sofern es ohne Probleme verläuft, das Vertrauen zwischen euch aufbaut oder stärkt. Unterbewusst generierst du außerdem sogenanntes soziales Kapital. Wenn du von jemandem etwas ausleihst und später von dieser Person um einen Gefallen gebeten wirst, stehen die Chancen viel höher, dass du dieser Person hilfst, da du ihr ja noch etwas „schuldig“ bist. Das Ganze natürlich auch in umgekehrter Richtung, die Hoffnung, wenn du etwas verleihst, von der Person einmal eine Gegenleistung zu erhalten, denn eine Hand wäscht die andere.

Fünf Gute Gründe um einen Versuch zu starten! Und wenn du jetzt noch nicht überzeugt bist, dann frag doch mal was deine Großeltern davon halten. Früher war es gang und gäbe, Gegenstände untereinander zu verleihen. Jeder kannte jeden, jeder wusste vom anderen was er hatte und vor allem nach dem Krieg hatte jeder nur sehr wenig zur Verfügung, also musste man sich gegenseitig unter die Arme greifen um über die Runden zu kommen. Erst mit dem Wirtschaftwunder in den 50er Jahren entwickelte sich das Ganze in die Richtung des Überkonsums und Anhäufen von Eigentum, weg vom gemeinsamen Nutzen. Diesen Trend gilt es jetzt für sich zu hinterfragen und einfach mal das Gegenteil auszuprobieren. Vielleicht entdeckt der ein oder andere das Sharing für sich und schließt sich ja der Sharing Economy an.

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